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(SAP) Gutachten zum Artenschutz ist NUR eine plakative Rechtfertigung für Naturschutz

Diese Auffassung von SCHUTZ müssen Sie gelesen haben!


Bauplanungsrechtliche Einschränkungen der Windenergie aus Gründen des Artenschutzes sind angesichts der Privilegierung von WEA im Außenbereich nur möglich, wenn das Risiko für Störungen oder Verluste am konkreten Standort über das allgemeine Maß der Beeinträchtigungen, mit der die Errichtung von WEA im Außenbereich immer verbunden ist, signifikant hinausgeht [OVG Koblenz 8 C 10850/10].Zusätzlich wurde durch die Vereinfachung der artenschutzrechtlichen Prüfung der Umfang von 386 auf 26 Vogelarten, und von 24 auf 8 Fledermausarten reduziert.

Die HEWA hat ein solches artenschutzrechtliches Gutachten im vereinfachten Verfahren privat in Auftrag gegeben. Es stellt sich die Frage: Ist bei solch sensiblen Gebieten ein „Privatgutachten“ im vereinfachten Verfahren die richtige Wahl?


Gerade bei uns leben gefährdete Rassen

Selten in einem Gebiet ist der stark geschützte und akut vom Aussterben bedrohte Uhu noch so beheimatet wie in der Hersbrucker Schweiz am Großviehberg. Gerade diese Vogelart ist sehr sensibel und stark kollisionsgefährdet. Die auf dem Plateau und den Alptrauf- Hängen befindlichen Felsformationen sind ideale Voraussetzungen für brütende UHU-Paare. Beim Jagen erreichen Uhus in unterschiedlichen Höhen, oft eine sehr hohe Geschwindigkeit, deshalb sind sie durch WKA besonders gefährdet. Es reichen aber auch schon Waldrodungen aus, wie in den letzten Jahren häufig getätigt, um das Brutverhalten von Uhupaaren nachhaltig zu stören. Mit dem Bau von Windkraftanlagen würde eines der letzten Rückzugsgebiete des Uhus aber auch des Wanderfalkten und des Bussards und zahlreicher dort beheimateter, geschützter Fledermausarten zerstört werden.


Bilder aus der Region: noch lebendige Tierwelt!


Quelle: Mein Mitteilungsblatt (Hersbruck)

(Zer)Störung der Tierwelt

• Vogelschlag • Barotraumata bei Fledermäusen • Störung des Brut- und Wanderverhaltens • Infraschallbeeinträchtigung • Verhaltensänderungen • Abwanderung • Verdichtung des Bodens • Zerschneiden der Habitate durch Schneisen • Störung des Wasserhaushalts durch Drainagen • Erhöhung der Windbruchgefahr • und vieles mehr !